Unser Anspruch im Nachwuchs­leistungs­sport ist es, die Qualität der Rahmenbedingungen zur Trainings- und Wettkampfgestaltung in den Spielsportarten Fußball, Handball und Basketball systematisch zu verbessern. Dazu setzen wir neben unserem trainings­wissenschaft­lichem Background unterschiedliche Methoden, Werkzeuge und Techniken des Qualitäts- und Prozess­managements sowie der Organisationsanalyse und -entwicklung in Zusammenarbeit mit Ligen, Verbänden und Klubs ein.

Der Nachwuchs bildet disziplin­übergreifend die Basis für den deutschen Leistungssport. Mit diesem nicht selbst­verständlichen Bewusstsein wächst auch die Bedeutung der Nachwuchs­arbeit in der Praxis, der Wissenschaft, aber auch der medialen Öffentlichkeit. In den Schnittstellen agieren wir, um den Transfer zwischen allen Stakeholdern so optimal wie möglich zu gestalten.

Denn der Leistungssport bildet eine ganze Reihe an Facetten wie etwa Technik, Taktik, Athletik, Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Umgang mit Erfolg wie Misserfolg und natürlich Spaß ab. Das bietet reichlich Potential zur Optimierung.

Somit liegt die große gesamt­gesell­schaftliche Bedeutung des Nachwuchs­leistungs­sports vor allem in seiner Nachhaltigkeit und nicht im kurzfristigen Erfolg. Denn durch ihn sollen im Erwachsenen­bereich langfristig und im Optimalfall konstant sportliche Erfolge im internationalen Vergleich erzielt werden.


Wir verstehen Konzepte grundsätzlich als intellektuelle Grundrisse im und für den Leistungssport. Unsere Konzepte – bestehend aus Faktensammlung, Strukturierung, Schreibarbeit und Präsentation – sind Maßarbeit mit einer schlüssigen Strategie für die Umsetzung mutiger Visionen im Sport. Wir helfen dabei mit, inhaltlich-konzeptionelle Ausgangsfragen der Sportpraxis mit unserem Know-How zu lösen, z.B.:

• Was sind die sportfachlichen Kernaufgaben von Liga und Verband zur Erhöhung des Anteils deutscher Spieler in den Bundesligen? 

• Wie entwickeln wir ein Leitbild für die Ausbildung von Talenten im deutschen Basketball? → Beispiel

• Aus welchen Methoden konstruiert sich ein Zertifizierungs- und Auditprogramm zur Professionalisierung des Nachwuchsleistungssports?

Kommt ein Nachwuchstrainer zum Friseur. Sie fragt: “Was arbeitest Du?” Er: “Ich bin Nachwuchstrainer im Basketball.” Sie: “Nein, was machst Du beruflich?”

Um ein Berufsbild in Basketball-Deutschland für den Nachwuchstrainer zu entwickeln, hat sich die Basketball-Bundesliga 2012 auf den Weg gemacht, um mit uns zusammen ein System zu konzipieren, das jährlich 6 bis 8 Trainern die Chance gibt, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Die Trainer arbeiten im Klub und durchlaufen dort in einem dreijährigen Prozess unterschiedliche Stationen der Arbeit im Nachwuchsbereich – je nach Qualifikation und Interessen. Zudem können die Trainerstudenten auf das größte fachliche und überfachliche Experten-Netzwerk im deutschen Basketball zurückgreifen und zusammen über insgesamt 4 Semester begleitend zu ihrer täglichen Arbeit rund um zentrale Präsenztermine und auf dem edubreak SPORTCAMPUS ihr Wissen erweitern. Die ersten drei Jahrgänge haben erfolgreich die Ausbildung abgeschlossen und erobern den Markt. Drei weitere Jahrgänge sind gerade in der Ausbildung und werden ihre Chance nutzen.

→ Mehr Infos

Die Zielstellung dieser Verfahren besteht darin, aus externer und neutraler Perspektive die interne Vereinsarbeit auf Plausibilität, Schlüssigkeit, Durchlässigkeit und Professionalität zu überprüfen und zu unterstützen. Seit der Saison 2015/16 werden 9 Klubs der BBL pro Jahr vollständig zertifiziert. Das Feedback der Klubs ist, dass die Zertifizierung sie zu vielen positiven Prozessen anregt, die sonst nicht stattfinden würden. Dazu gehören vor allem kommunikativ-strategische Aspekte, die im Alltag des Nachwuchsleistungssport zu kurz kommen. Entsprechende Auditierungs- und Zertifizierungsverfahren helfen Ligen und Klubs dabei, die Qualität der Nachwuchsarbeit regelmäßig und systematisch zu verbessern. Zusätzlich resultieren aus dem Wissen der Arbeit an allen Standorten Best-Practice-Modelle, die der gesamten Community in verschiedenen Workshop-Formaten zugeführt werden.

Zwischen dem Nachwuchsleistungssport und dem Profisport existiert ein zentrales Themenfeld, dem wir eine eminente Bedeutung beimessen. Es handelt sich dabei um den sogenannten Übergangs- oder Anschlussbereich. Wir helfen Ligen, Verbänden, Bundes- und Heimtrainern, Entscheidern – aber vor allem Spielern, dabei, diese Phase möglichst positiv zu gestalten und den berühmten „Sprung“ zu schaffen. Unsere Projektaktivitäten in Spielsportarten in diesem Bereich:

• Player Profiles, d.h. detaillierte Leistungsfeststellungen der talentiertesten Sportler in einer Domäne auf Basis von Expertenurteilen

• Rekonstruktion von Spielerkarrieren inkl. der Musterkennung erfolgversprechender Parameter innerhalb von Leistungssportkarrieren

• Nationale und internationale Konkurrenzanalysen auf Basis vergleichbarer quantitativer und qualitativer Wettkampfdaten

• Identifikation von Faktoren, die „Weltklassesportler“ von „normalen“ Leistungssportlern unterscheiden

Qualitätszirkel stellen einen innovativen Service für Vereine, Verbände, Ligen und Serviceeinrichtungen des Leistungssports dar. Sie dienen als qualitative Werkzeuge bei der Schärfung der organisationsinternen „DNA“ und bestehen aus jeweils eintägigen Vor- und Nachbereitungsphasen sowie einem 8-stündigen Präsenztag. Konkret erarbeiten die Teilnehmer im Rahmen moderierter Teamarbeit, in wechselnden Kleingruppen und in verschiedenen Arbeitsformaten spezifische, praktikable und wirksame Lösungen für ihren Arbeitsbereich. Aus Qualitätszirkel resultieren ein Ergebnisbericht, ein Aktionsplan und Qualitätswerkzeuge zur weiteren nachhaltigen Entwicklung der jeweiligen Organisation.